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Schlachten und Operationen des Vietnamkrieges

Operation Chopper  12.Januar 1962
Der erste amerikanische Eingriff in den Krieg. Um die 1000 südvietnamesische Fallschirmjäger werden mit amerikanischen Helikoptern zu einer Vietcong Basis nahe Saigon gefolgen. Die Basis wird zerstört.
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Operation Ranch Hand  1962 - 1971
Eine Operation, die den Amerikanern bis heute als Ausdruck einer verfehlten Kriegsführung nachhängt.
Auf Anfrage des südvietnamesischen Präsidenten Ngo Dinh Diem beginnen die Amerikaner bereits 1961 mit dem Einsatz von Entlaubungsmitteln.
Das eingesetzte Dioxin sollte später als Agent Orange zweifelhafte Berühmtheit erlangen. Nicht nur die Folgen für die Umwelt waren verheerend, auch zahlreiche Zivilisten und die eigenen Truppen trugen gesundheitliche Langzeitschäden davon.
Im November 1961 genehmigte Präsident Kennedy den begrenzten Einsatz des Entlaubungsmittels, wobei jeder Einsatz von mehreren Aufsichtsbehörden genehmigt werden mußte. Im Verlaufe des Krieges wurden die Auflagen immer mehr gelockert und das Mittel kam auch großflächig zum Einsatz.
Am Ende des Krieges waren 20% des gesamten vietnamesischen Dschungels und insgesamt 36% des Regenwaldes damit besprüht worden.
Insgesamt setzten die Amerikaner fast 82 Millionen Liter Agent Orange ein.
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Operation Rolling Thunder  Feb 65 - Nov 68
Mit dieser Operation wollten die Amerikaner Ho Chi Minh seine Grenzen aufzeigen. Gezielte Luftschläge von Navy und Airforce sollten militärische Ziele in Nordvietnam ausschalten und so die Lage auf dem Schlachtfeld zugunsten Südvietnams wenden - und die politische Führung Nordvietnams verunsichern. Nachdem dies seine Wirkung verfehlte, wurden ab Ende 1965 vornehmlich die Nachschubrouten von Truppen und Material durch die Amerikaner im Zuge von Rolling Thunder bombardiert. Ende 1968 stellten die Amerikaner die Operation als Zeichen ihrer Verhandlungsbereitschaft ein.
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Operation Starlight  17. August 1965
Die erste große Offensive, die vom United States Marine Corps durchgeführt wurde. Nachdem in der Gegend von Chu Lai gegnerische Truppen gesichtet worden waren, suchten die Amerikaner ihr Heil in der Offensive. In einer Seek&Destroy-Mission wurden Teile der Dritten Marine Division eingesetzt. Als die Marines in der Landezone eintrafen, sahen sie sich fast dem gesamten 60. Vietcong Battalion gegenüber. Der Versuch der Amerikaner, Verstärkungen in das Gebiet zu schicken, wurde durch massive Hinterhalte der Vietcong erschwert.
Nach mehreren Stunden intensiver Kämpfe gelang es den Amerikaner, unterstützt durch Luftstreitkräfte und Artillerie, die Schlacht für sich zu entscheiden.
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Operation Crimp  8. Januar 1966
Die größte Operation des Krieges, bei der fast 8000 Mann eingesetzt wurden. Ziel der Kampagne war es, ein angebliches Vietcong-Hauptquartier in Saigon einzunehmen.
Es wurde allerdings gar keins vorgefunden. Dafür trauten sich australische Truppen als erste in die Tunnelsysteme der Vietcong einzudringen (vorher waren diese schlicht gesprengt oder mit Tränengas geflutet worden). Dabei wurden große Mengen an feindlichen Informationen sichergestellt. Ab diesem Zeitpunkt bildeten die Amerikaner Tunnel Teams, die vor der Zerstörung der Tunnel diese erst zu durchsuchen hatten.
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Operation Birmingham  April 1966
Die U.S. 1st Infantry Division stieß mit insgesamt 5000 Mann auf feindliches Terrain nördlich von Saigon vor. Dabei wurden viele feindliche Nachschubdepots entdeckt. Ausgehend von dieser Lage wurden im Juni/Juli weitere Operationen in diesem Gebiet durchgeführt, bei der der sich sammelnden 9. Vietcong Division große Verluste zugefügt wurden.
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Operation Hastings  Mai 1966
Diese Operation war eine der blutigsten und bedeutendsten des ganzen Krieges. Ziel war es, die Division 324 B der Nordvietnamesen davon abzuhalten, die Kontrolle über die Quang Tri Provinz zu erlangen. Die Operation fand an der nordöstlichen Grenze Südvietnams statt. Dort hatten amerikanische Aufklärer und der Geheimdienst eine große gut ausgerüstetet und ausgebildetet Streitmacht des Feindes lokalisiert. Sieben Battalione der Marines, unterstützt durch diverse andere Truppenteile, griffen auf extrem unwegsamen Terrain an. Insgesamt waren 8500 Marines und 2500 Soldaten der südvietnamesischen Armee an diesem Angriff beteiligt.
Die Kämpfe dauerten 10 Tage lang und waren auf beiden Seiten durch hohem Blutzoll gekennzeichnet. Am Ende erklärten sich die Amerikaner zu Siegern, nachdem als sich der Vietcong hinter die Demilitarisierte Zone in den Norden zurückzog.
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Operation Attleboro  Sep - Nov 1966
Operation Attleboro verlief in zwei Phasen. Insgesamt stellt Operation Attleboro eine der bislang größten Luftlande- Operationen Geschichte dar. An der Operation waren u.a. die 196th Light Infantry Brigade, 25th Division 1st Infantry Division und eine Brigade der 4th Division beteiligt.
Phase 1 verlief von Anfang September bis Anfang November 66. Ausgehend von Tay Ninh West, einem halbfertigen neuen Army Camp, setzten Helikopter unablässig drei Infantrie-Battalione in Landzonen in der Umgebung ab, wobei es kaum zu Feindkontakt kam.
Phase 2 wurde eingeleitet, nachdem weitere Feindkontakte ausblieben, Geheimdienstberichte aber indizierten, dass sich große Zahlen feindlicher Soldaten in dieser Region aufhielten. Diese waren Meister der Tarnung und wichen den herannahenden Helikoptern geschickt aus. Daher begann man mit einer massiven Luftlandeaktion, in der deutlich mehr Truppen der Amerikaner eingesetzt wurden als zu Beginn der Operation. Dadurch wurde der Feind schließlich aufgescheucht. Über 1000 Vietcong wurden in den Kämpfen getötet, 155 Amerikaner fielen, fast 500 wurden verwundet.
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Operation Deckhouse Five  6. Januar 1967
Dies war die erste größere amerikanische Offensive im Mekhong River Delta. Ziel war es, Kriegsgefangene zu machen und diese in vorher erstellten Lager zu verbringen. Danach wurden die Gefangenen weiter auf sicheres Gebiet eskortiert. Die operation war ein Fehlschlag, da die Vietcong offenbar wind davon bekommen hatten. Weit weniger Gefangene als erhofft wurden gemacht, 21 Vietcong und 9 Amerikaner kamen ums Leben.
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Operation Cedar Falls  8. Januar 1967
Direkt im Anschluß an Operation Deckhouse Five führten die Amerikaner einen weiteren Schlag im sogenannten "Iron Triangle". Mit einem Mal sollten sämtliche feindlichen Camps in dieser Region ausradiert werden. Die Hoffnung der Amerikaner, dass sich die Vietcong dem Kampf offen stellen würden, erfüllte sich jedoch nicht. Dennoch wurden große Mengen an Munition sichergestellt, 750 Vietcongkämpfer kamen ums Leben, bei nur 83 Mann Verlusten auf amerikanischer Seiten.

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Operation Junction City  21. Februar 1967
Die größte rein amerikanische Operation im gesamten Krieg. 4 Divisionen plus zusätzliche Brigaden werden hier eingesetzt.
Ziel der Mission ist nur eins, nämlich den Feind aufspüren und vernichten. Einsatzgebiet ist die Grenze zu Kambodscha.
Der Vietcong wird überrascht und der Großteil des Gebietes zunächst fast widerstandslos eingenommen.

Danach geht der Vietcong allerdings zum Gegenangriff über. Es kommt zu drei größeren Gefechten - bei Ap BauBang, FireSupport Base Gold und Ap Gu. Jeder dieser massierten Angriffe des Vietcong wird aber abgewehrt. Der Vietcong verliert in diesen Kämpfen 2728 Kämpfer. Demgegenüber stehen auf amerikanischer Seite Verluste von 282 Mann.
Das ganze ist allerdings ein Pyrrhus-Sieg. Das Hauptquartier des Vietcong, eines der Ziele der Operation, wird nicht eingenommen. Kurz nachdem sich die amerikanischen Truppen zurückziehen, wird das Gebiet erneut vom Vietcong besetzt.
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Operation Niagara  Beginn: 5. Januar 1968
Anfang 1968 glaubten die Amerikaner, mehr als 20000 feindliche Soldaten in der Umgebung von Khe Sanh ausgemacht zu haben. Dort war auch das 26. Marine Regiment stationiert. Der amerikanische Plan sah nun vor, dieses Regiment von den Vietcong umzingeln zu lassen. Dabei sollte extensive Aufklärung dafür sorgen, dass man das sich entfaltende Netz an Vorratslagern, Marschrouten und weiteren Belagerungs-Vorbereitungen der Vietcong genau ausmachte. Hierfür wurde unter anderem rund um das Lager ein System an akkustischen und seismischen Sensoren angebracht, das Feindbewegungen zuverlässig und frühzeit meldete. Dieses System, das aus hunderten Sensoren bestand, alleine kostete eine Milliarde Dollar. Zudem wurden genaue Analysen der Mörsereinschläge vorgenommen, um feindliche Artilleriestellungen lokalisieren zu können. Durch massive Artillerieeinsätze und ebenso massive Luftschläge (auf einen vermuteten Feind in der Gegend von Khe Sanh kamen 5 Tonnen Bomben, die auf das Gebiet abgeworfen wurden!) sollten die feindliche Truppen aufgerieben und völlig vernichtet werden. Die Kosten dieser Bombenmassen beliefen sich auf eine weitere Milliarde Dollar. Im Gegenzug wurden über tausend gegnerische Gebäude und Bunker zerstört. Über die Anzahl an getöteten Vietcong-Kämpfern gibt es keine verlässliche Zahlen. Anhand von Bildern kann man sicher von rund 1300 Toten ausgehen, amerikanische Schätzungen pendeln rund um 10.000 getöteter Kämpfer. Insgesamt war die Operation im Hinblick auf das gesamte Kriegsgeschehen wenig produktiv für die Amerikaner. Im gleichen Jahr begannen erste Freidensgespräche mit Nordvietnam.
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Operation Pegasus  8. August 1968
Operation Pegasus beendete die Belagerung von Khe Sanh. Die Operation wurde von der 1st Air Cavalry Division durchgeführt. Nach einer erfolgreichen Aufklärungsphase wurden feindliche Luftabwehrstellungen zerstört. Danach begann die Landung mit Helikoptern, die durch exzessives Artilleriefeuer unterstützt wurde. 31 Geschützbatterien legten Feuer auf die feindlichen Stellungen. Am 14.April 68 wurde die Operation erfolgreich abgeschlossen. Das eingeschlossene Regiment war befreit, die Route 9 wieder gesichert. Unmengen an feindlichem Material wurden sichergestellt, über 1000 Veitcong ließen ihr Leben.
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Operation Menu  Februar 1969 bis 1972
Der frisch gewählte Präsident Nixon begann zwar, amerikanische Truppen aus dem Vietnam abzuziehen, um das Hauptgewicht wieder auf die südvietnamesische Armee zu legen. Gleichzeitig begann er aber auch die Operation Menu. Diese Operation wurde bewußt vor der Öffentlichkeit verheimlicht. Massive Bombenagriffe wurde weiterhin insgeheim auf Nordvietnam und auch Kambodscha geflogen, um Lager des Feindes dort auszulöschen. Diese Geheimoperation dauerte insgesamt 4 Jahre und war unterteilt in die Operationen Lunch, Snack, Dinner, Dessert und Supper.
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Operation Lam Son 719  8. Februar 1971
Amerikanische Truppen unterstützen hier einen Angriff der südvietnameischen Armee, der über die Grenzen von Laos hinausging. Dort wurden vietnameischen Aufmarschräume und Infiltrationsrouten abgeschnitten. Die südvietnamesischen Truppen wurden dabei von amerikanischen Luftlandeeinheiten in ihren Zielgebieten abgesetzt.
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Operation Linebacker  6. April 1972
1972 sah sich die amerikanische Armee massiven Gegenangriffen der Nordvietnamesen auf südvietnameisches Terrain ausgesetzt. Um die Offensive des Feindes zu behindern, wurde die Luft-Operation Linebacker gestartet. In dieser taktisch verbesserten Variante von Rolling Thunder wurden sämtliche für den Vormarsch relevanten Ziele wie Kraftwerke, Funkstationen und Flugfelder systematisch dem Erdboden gleichgemacht. Durch dieses Vorgehen stoppten die Amerikaner, die Großteile ihrer Bodentruppen bereits abgezogen hatten, dennoch den Vormarsch. Der von amerikanischer Seite beschönigend "Waffenstillstand" genannte Zustand wurde dadurch bewahrt
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