Schrägpanzerung
Schrägpanzerung neigt Panzerplatten zur Senkrechten, damit ein Geschoss einen längeren Weg durch das Material zurücklegt als bei stehender Platte.
Das Lexikon erklärt 118 Fachbegriffe der Panzertechnik knapp und ohne Vorwissen vorauszusetzen, von einzelnen Bauteilen wie Kette oder Federung bis zu Waffensystemen als reiner Typbezeichnung. Jeder Eintrag ordnet den Begriff technisch ein und verweist auf Fahrzeuge, an denen sich das Merkmal zeigt, statt den Begriff isoliert stehen zu lassen. Beschrieben wird die Bauweise, nicht die Wirkung einer Waffe im Einsatz, Munitionswirkung und Zielverfahren bleiben bewusst außen vor.
Die Einträge helfen auch abseits der eigentlichen Fahrzeugseiten: Wer eine Datenblattzeile nicht einordnen kann, etwa eine Angabe zu Panzerung oder Antrieb, findet hier die Erklärung ohne Umweg über ein allgemeines Nachschlagewerk. So lässt sich zum Beispiel nachlesen, was ein Drehstab mit der Federung eines Kettenfahrzeugs zu tun hat, bevor man diesen Begriff auf einer Fahrzeugseite wiederfindet, oder welche Rolle eine Kette gegenüber einem Radantrieb im Gelände spielt. Die Einträge sind bewusst kurz gehalten und verlinken untereinander, wo ein Begriff auf einen anderen aufbaut. Fünf Begriffe, mit denen sich der Aufbau eines Kettenfahrzeugs erschließt:
Kettenlaufwerk
Glattrohrkanone
Verbundpanzerung
Drehstabfederung
Gleiskette
Schrägpanzerung neigt Panzerplatten zur Senkrechten, damit ein Geschoss einen längeren Weg durch das Material zurücklegt als bei stehender Platte.
Schottpanzerung bezeichnet eine Bauweise mit mehreren, durch Zwischenraum getrennten Stahlplatten statt einer massiven Panzerplatte. Aufbau und Einordnung.
Verbundpanzerung ist eine mehrschichtige Panzerung aus Stahl, Keramik und Verbundwerkstoffen, die harte und energieabsorbierende Materialien kombiniert.
Reaktivpanzerung besteht aus Kassetten mit Sprengstoffschicht, die außen auf die Fahrzeugpanzerung aufgebracht werden und beim Treffer reagieren.
Höhenrichtbereich, der Winkelbereich zwischen größter Rohrsenkung und größter Rohrerhöhung eines Panzergeschützes, bestimmt durch Turm- und Wannenbauform.
Der Kanonenrichtantrieb bewegt Kanone und Turm eines Panzers in Höhe und Seite, elektrisch, hydraulisch oder elektro-hydraulisch, oft mit Stabilisierung.
Die Wärmeschutzhülle ummantelt das Kanonenrohr und gleicht einseitige Erwärmung durch Sonne oder Wind aus, damit die Treffergenauigkeit erhalten bleibt.
Der Rohrrücklauf bremst das Geschützrohr beim Schuss ab und führt es zurück in die Ausgangsstellung, ohne Lafette oder Fahrzeug neu auszurichten.
Ein Ladeautomat lädt die Kanone eines Kampfpanzers automatisch nach, ohne Ladeschützen, und macht eine Besatzung von drei statt vier Personen möglich.
Die Mündungsbremse lenkt Pulvergase am Rohrende seitlich um und mindert so den Rückstoß der Waffe. Funktionsprinzip, Bauformen und Praxisbezug erklärt.